Guten morgen liebe Freunde und Kollegen,

„Autos im Grunewald mit Farbe besprüht“ anderer Orts bemüht die Polizei die Wellernbrechertaktik und die ersten Eingänge zum MaiGörli wurden früh geschlossen.

Berlin bietet ja grundsätzlich viele Möglichkeiten den 1. Mai zum Erlebnistag zu machen.

Für die Einen ist er als Tag der Arbeit markiert und für viele am wichtigsten: Ein Feiertag – ein Maifeiertag.

Vielerorts als historischer Tag der Arbeiterbewegung und auch als Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse ist der 1. Mai auch der Tag der Demos und Menschenaufläufe.

Also aufpassen was man sich an diesem Tag vornimmt um nicht in die falschen Hände zu geraten. Andererseits ist es auch eine gute Gelegenheit Menschen bei ihrer Aktivitätenvielfalt zu beobachten.

Was habt Ihr denn veranstaltet?

Ich habe mal rumtelefoniert.

Gar nichts, sagt mir ein lieber Freund am Telefon, werde etwas lesen und freue mich, dass die Bayern heute Abend eine Packung bekommen.

Eine andere Freundin nutzt den Tag – auch wegen der vielen Sonnenanteile hier in Berlin-  für Ausflug und abendliches Grillen.

Eine andere Freundin schreibt an der Examensarbeit und ist glücklich über den „gewonnenen“ Tag.

Nicht wenige scheinen tatsächlich den Brückentag genutzt zu haben und sind erst gar nicht erreichbar. Es mag an dem zugegebenermaßen höheren Alter meiner Bezugsgruppe liegen, dass tatsächlich keiner dabei war, der zur „Demo“ unterwegs war oder mir „action Photos“ von seinem Handy geschickt hat.

Ich selbst habe den Tag als Sporttag definiert und bin früh zum Laufen und zum Schwimmen angetreten und habe nach der Sauna auf dem Sonnendeck der Wellnessoase vor mich hingedöst und die anderen Gäste beobachtet.

Mache ich gerne. Schon lange. Ich erinnere mich noch daran, wie ich vor über 40 Jahren mit meiner damaligen Liebsten Brigitta mit meinem US-Van für zwei Tage nach Amsterdam gedüst bin und wir haben volle zwei Tage dort in der Sonne gesessen und (fast) nichts getan, als in den Fußgängerzonen Café zu trinken und Menschen zu beobachten und zu überlegen, was die wohl gerade denken, was die machen, wo die herkommen und was sie wohl vorhaben.

Hat uns tierisch Spaß gemacht.

Jetzt lese ich, dass wir – unserer Zeit voraus- einer Freizeitbeschäftigung nachgegangen sind, die schon seit geraumer Zeit einen Namen hat und auch hinsichtlich des Nutzen für die Psychohygiene und der tatsächlich vorhandenen Gefahren sogar wissenschaftlich untersucht wird.

PEOPLE WATCHING.

Es hat anscheinend große Vorteile, aufmerksam andere zu beobachten.

Wenn du Menschen aufmerksam beobachten und deine Beobachtungen richtig einsetzen kannst, könnte dir das möglicherweise dabei helfen, einen tollen Job zu bekommen, jemanden beim Schwindeln zu ertappen, Menschen bei einer Auseinandersetzung auf deine Seite zu ziehen oder deinen Traumpartner für dich zu gewinnen. Menschen senden permanent (unbewusst) bestimmte Signale aus, die eine Menge darüber aussagen, wer sie sind und was sie wollen – du musst eben nur wissen, wonach du Ausschau halten solltest. Wenn du lernen möchtest, wie du Körpersprache, Gesichtsausdrücke und Kommunikationsstile anderer Leute richtig interpretierst, ohne dass diese sich beobachtet fühlen, lies und verinnerliche unsere Anleitung.“ schreibt Wiki How.

Die Tipps sind – auch aus psychohygienischer Sicht – sehr vernünftig:

  1. Hetze nicht durchs Leben.
  2. Denk mal nicht an Dich selbst.
  3. Beobachte nicht zu offensichtlich .
  4. Schaue Menschen genau dann an, wenn sie sich unbeobachtet fühlen.
  5. Achte auf feine Unterschiede
  6. Beobachte Reaktionen
  7. Suche nach Mustern
  8. Lerne wonach Du suchen mußt
  9. Achte auf die Körpersprache anderer Menschen
  10. Achte genau auf die Gesichtsausdrücke
  11. Höre genau zu
  12. Achte auf die Atmung Deines Gegenübers
  13. Achte auf die Größe der Pupillen
  14. Schwitzt Dein Gegenüber
  15. Schau Dir Kleidung und Haare an
  16. Achte darauf, welche Angewohnheiten Menschen haben
  17. Interpretiere was Du siehst
  18. Benutze Deine Phantasie
  19. Um eine Theorie zu entwicklen, stell Dir die Frage warum.
  20. Finde heraus ob Du richtig liegst
  21. Lerne durch ausprobieren.

Kluge Tipps gibt es von den Autoren auch noch:

  • „Wenn du jemanden ansiehst, während du ihn beobachtest, dann starre denjenigen nicht permanent an. Schau auf dein Buch, dann schau für einige Sekunden die Person an und lasse deine Augen dann wieder zu deinem Buch zurückkehren.
  • Wenn du jemanden über längere Zeit beobachtest oder verfolgst, verändere zwischendurch dein Aussehen, etwa durch Mantel, Hüte, Schuhe, Brillen und Sonnenbrillen und eventuell Perücken. Im Sitzen stützen viele Menschen ihr Gesicht auf der Hand ab.
  • Wenn du eine Armbanduhr mit einem dunklen Hintergrund hast, kannst du diesen als Spiegel benutzen und jemanden darin beobachten.
  • Erlerne die Kunst, so auszusehen, als würdest du lesen, während du eigentlich über den Rand deiner Lektüre hinweg eine andere Person beobachtest; dazu braucht es Übung und unauffällige Blicke; außerdem musst du früh genug bemerken, wenn derjenige misstrauisch wird.“
  • und Warnungen gibt es natürlich auch, denn es besteht ja immer das Risiko, dass Du beim People Watching erwischt wirst und wenn du da nicht aufpasst, kannst du tatsächlich richtig Ärger bekommen. Vorsichtshalber übernehmen die Tippgeber von wikiHow oder die Autoren dieses Artikels keine Verantwortung für irgendwelche Konsequenzen, die sich aus diesem Artikel ergeben könnten.
  • Wenn du jemanden zu lange oder zu intensiv beobachtest, verletzt du genau genommen seine Privatsphäre. Sei dir dessen bitte bewusst und übertreibe es nicht.

Hier der link für die Vertiefung und die Quelle:

https://de.wikihow.com/Menschen-beobachten

Auch die Süddeutsche hat dazu einen interessanten Artikel

http://www.sueddeutsche.de/wissen/psychologie-warum-menschen-sich-so-gerne-beobachten-1.3303442

und in der aktuellen PSYCHOLOGIE HEUTE gibt es weitere Vertiefungen zum Thema.

Hätte ich das alles schon früher gewußt, hätte aus der Beziehung zu Brigitta vielleicht doch noch etwas werden können. Na ja, wie Lebensfreund Peseschkian schon wußte: „Jedes Zeitalter hat seine Religionen und jede Seele Ihre Sehnsucht.

In diesem Sinne liebe Freund, wünsche ich Euch einen tollen Wonnemonat MAI.

Parolle Beppo

Euer

Helmut Fuchs