Liebe Kollegen und Freunde,

 

die Grundphilosophie meiner Seminare lautet: „Der Mensch ist lernfähig, aber unbelehrbar“. Die zentrale Fragestellung lautet demnach: Wie kann man lernen – ohne zu belehren?

 

In der betrieblichen Weiterbildung gewinnen neue Ansätze auf dem Hintergrund jüngerer Erkenntnisse der Neurowissenschaften, der Humanwissenschaften, der Medienforschung und der veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen an Bedeutung. Die Notwendigkeit der kontinuierlichen beruflichen und persönlichen Weiterqualifizierung steht in nahezu allen Bereichen außer Frage. Dies bedingt die wachsende Nachfrage gerade im unternehmerischen Kontext an qualifizierten Weiterbildungsexperten, die es verstehen fachlich-inhaltliche Kompetenz mit erwachsenenpädagogischer Kompetenz zu verbinden.

 

Von der lehrorientierten Entwicklungsstufe bis zur heutigen Ermöglichungsdidaktik war es ein weiter dornenreicher Weg. Ist das Orientieren an altem Lernen teilweise noch näher am Nürnberger Trichter als an modernem Lehr- und Lernverständnis, führt trotzdem kein Weg daran vorbei, langsam – aber besser schnell – zu akzeptieren, dass ein Lernprozess in anderen nicht vom Trainer außerhalb erzeugt werden kann, sondern der Trainer nur durch die geeigneten Rahmenbedingungen den inneren Lernprozess ermöglicht.

 

Vor einem neuen theoretischen Hintergrund und Orientierungsrahmen gehen wir davon aus, dass Wissen nicht erzeugt werden kann. Hier grenzen wir uns ganz klar und deutlich von Belehrungstheorien der 70er, 80er und 90er Jahre ab, die wir aber zweifelsohne auch heute noch vorherrschend in vielen Unternehmen und leider auch in Ausbildungsinstituten vorfinden.

 

 

Wir schließen uns der Betrachtung an, dass gleiche Vorgaben und gleiches Verhalten bei unterschiedlichen Teilnehmern mit unterschiedlicher Lerngeschichte und Prägung unterschiedliche Wirkungen erzeugen.

 

 

Somit wird der Trainer für uns zum „Ermöglicher“ und damit Architekt angemessener Rahmenbedingungen und Lernarrangements. Wir verstehen den Lernprozess im Seminar, ebenso wie im Unternehmen als einen Prozess aktiver Aneignung und nicht als Aufnahme belehrender Wissensvermittlung und damit ist eine nachhaltige Kompetenzentwicklung aus Trainersicht allenfalls zu ermöglichen, damit der Lernprozess selbst gesteuert und nicht fremdbestimmt abläuft. Unsere modulare Ausrichtung der Ausbildung bis zum Managementtrainer/in und zum Stimmungsarchitekten vereint handwerkliche Kunst, Webinare und ein neues Lernverständnis auf effektive Art und Weise.

 

Gemäß meiner pädagogischen Überzeugung und meiner psychologischen (-therapeutischen) Erfahrung kann Wissen nicht von außen erzeugt werden sondern nur Rahmenbedingungen geschaffen werden, die die Gelegenheit für Lernprozesse in Selbstorganisation schafft.

 

Für die Ermöglichungsdidaktik besteht damit meine wesentliche Aufgabe in der Bereitstellung von vielfältigen Angeboten zur Einleitung von Lernvorgängen zur Selbsterschließung von Problembereichen, d. h. zum Aufbau einer individuellen mentalen Repräsentation.

 

Diese Aneignungstheorie des Lernens priorisiert die Entwicklung von Methoden- und Selbsterschließungskompetenzen. Sie gründet auf reflexiven Kompetenzen und versteht das Wissen nicht nur als das Kennen von Daten, sondern auch von Prozessen und Zusammenhängen. Diese Art des Wissens nähert sich dem Begriff der Kompetenz.

 

Alle im Seminar verwendeten Folien, Filme, Lernmaterialien, Quellen etc. können – nach individuellem Lernbedarf- direkt beim Referenten abgerufen werden oder werden wie bei der Ausbildung zum Stimmungsarchitekten als e-lecture zur Nachbereitung zur Verfügung gestellt.

 

Freue mich auf gezielte Nachfrage zu unseren Ausbildungsgängen und Seminaren oder Vorträgen,

 

herzlichst und mit launologischem Gruß,

 

Euer
Helmut Fuchs